Was ist eigentlich „Zöliakie“?
von Susanne

Als Zöliakie bezeichnet man eine chronische Darmerkrankung. Zöliakie tritt oft schon im... mehr
"Was ist eigentlich „Zöliakie“?"

Als Zöliakie bezeichnet man eine chronische Darmerkrankung. Zöliakie tritt oft schon im Kindesalter auf, kann sich aber auch bei Erwachsenen in jedem Alter entwickeln. Bei Zöliakie zerstört das Getreideeiweiß Gluten die Oberfläche und Struktur der Dünndarmschleimhaut. Dieser Prozess führt dazu, dass die Verdauung sehr gestört ist und die Lebensqualität folglich stark eingeschränkt wird. 

Zöliakie? Vorsicht: Nährstoffmangel

Besonders bedenklich ist jedoch, dass der Darm aufgrund der gestörten Verdauung den Körper nicht mehr ausreichend mit lebensnotwendigen Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen versorgen kann. Dauert diese Unterversorgung über einen längeren Zeitraum an, kann auch das Immunsystem aufgrund der Unterversorgung in Mitleidenschaft gezogen werden und weitere Folgekrankheiten entstehen. 

Es ist daher sehr wichtig, dass diese Form der Glutenunverträglichkeit frühzeitig erkannt und behandelt wird. Wenn du unsicher bist, ob du eine Glutenunverträglichkeit entwickelt hast, kannst du auch zu Hause einen Schnelltest durchführen.

Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit?

Es gibt jedoch mehr und mehr Menschen, die trotz ausgeschlossener Diagnose durch den Verzicht auf glutenhaltige Lebensmittel eine Besserung ihrer typischen Symptome (Durchfall, Bauchschmerzen, Blähungen, teilweise Kopfschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und Taubheitsgefühl oder Kribbeln in den Gliedern, Ekzeme) feststellen. Die Diagnose erfolgt nach dem Ausschussverfahren oder wird oft wegen der unspezifischen Symptome gar nicht gestellt. Dennoch gilt: Wurden Zöliakie und Weizenallergie ausgeschlossen und tritt bei einer glutenfreien Ernährung Besserung ein, kann man von einer Glutensensitivität ausgehen.

Ernährung bei Zöliakie?

Betroffene mit Zöliakie haben diese Unverträglichkeit ein Leben lang und eine dauerhafte glutenfreie Ernährung ist unvermeidbar. Sie müssen dauerhaft folgenden Getreidesorten aus ihrem Speiseplan streichen: Weizen, Roggen, Dinkel, Emmer, Gerste, Grünkern, Hafer, Kamut

Glutenfreie Alternativen

Zum Glück gibt es aber schon sehr viele alternative glutenfreie Lebensmittel, wie z.B. glutenfreies Mehl, glutenfreie Backmischungen oder auch schon fertig gebackenes glutenfreies Brot und Kuchen. Somit müssen sich Menschen mit Zöliakie heutzutage kaum noch einschränken. 

Die Getreidesorten Amaranth, Buchweizen, Hirse, Mais, Quinoa, Reis, Wildreis und Teff dagegen können Menschen mit Zöliakie problemlos essen, da sie kein Gluten enthalten. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere, glutenfreie, stärkehaltige Lebensmittel, die sich gut als Alternativen zu Weizen & Co eignen wie Süßkartoffeln, Kichererbsen, Kartoffelmehl oder Topinambur.

Noch Fragen zum Thema Zöliakie und Glutenunverträglichkeit? Dann stell sie uns gerne in den Kommentaren!


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