Was ist eigentlich „Quinoa“?
von Susanne

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Quinoa ist ein Gänsefußgewächs und damit eigentlich kein richtiges Getreide. Die Quinoapflanze enthält kein Gluten und wird bereits seit tausenden Jahren in Südamerika angebaut. 

Quinoa, das Gold der Inkas

Quinoa wurde schon von den Inkas sehr geschätzt und gedeiht wunderbar in großen Höhen. Das Quinoakorn bezeichnet man auch als Gold der Inkas. In Peru und Bolivien wird Quinoa bis heute noch hauptsächlich angebaut. Auch die Blätter der Pflanze werden in Südamerika zu verschiedensten Gerichten mit serviert und gegessen. 

Quinoakörner sind sehr klein und in der Regel hellgelb. Es gibt aber auch rötliche und schwarze Sorten. Die hellen glutenfreien Kornsorten des Quinoa sehen ähnlich aus wie Hirse und sind aufgrund des hohen und hochwertigen Eiweißgehaltes bei Veganern und Vegetariern sehr beliebt. Der Mineralstoffgehalt ist ähnlich hoch wie bei Amarant und auf jeden Fall höher als zum Beispiel in unserem glutenhaltigen, hochgezüchteten Weizenmehl. 

Quinoa - ein absolutes Superkorn

Die vielen Vitalstoffe im Quinoa stärken das Immunsystem und die Leistungsfähigkeit und können somit der Entstehung gefährlicher Krankheiten, wie schwere Erkältungen bis hin zu Krebs entgegenwirken. Darüber hinaus ist das sogenannte Pseudogetreide aufgrund seiner Vielzahl an Vitaminen und Mineralien in der Lage, Lücken im Abwehrsystem zu schließen. 

Quinoa ist beispielsweise reich an Kalzium, Eisen, Magnesium, Kalium, Natrium, Phosphor und Zink. Aufgrund des hohen Kalziumanteils kann Quinoa z.B. einer Osteoporose entgegen wirken und beeinflusst einen stabilen Knochenbau sowie die Knochendichte positiv. 

Da Quinoa einen sehr geringen glykämischen Index aufweist, ist das Superkorn auch besonders gut für Diabetiker und bei Übergewicht geeignet. Bei einer Darminfektion insbesondere mit dem Candida-Pilz ist Quinoa ebenfalls sehr hilfreich, da es weniger Kohlenhydrate enthält, als herkömmliche Getreide, die der Pilz zum Wachsen benötigt.

Aber damit nicht genug. Auch bei Migräne kann Quinoa gute Dienste leisten, da der hohe Anteil an Magnesium, die Muskeln und auch das Gehirn entspannt und der hohe Riboflavinanteil nervliche Prozesse positiv beeinflusst. So können beim regelmäßigen Verzehr von Quinoa künftige Migräneanfälle sogar reduziert werden.

Quinoa in der Küche

Quinoa wird wie Reis gegart und passt wunderbar als Grundlage für Bratlinge oder als Beilage und Zugabe in Salaten. Auch die jungen Blätter können zum Beispiel wie Spinat als Beilage zubereitet werden (ältere Blätter enthalten Bitterstoffe). 

Wichtig ist bei der Zubereitung, die Körner vorher gut zu waschen, um die Reste von wasserlöslichen Bitterstoffen auf der Oberfläche, die sogenannten Saponine, zu entfernen. Die meisten Bitterstoffe werden zwar bereits beim ersten Reinigungsprozess in der Mühle entfernt aber dennoch ist es ratsam, die Körner nochmals zu waschen. 

Kleine Mengen an Saponine, die gegebenenfalls auf dem Korn erhalten bleiben, haben aber durchaus einen positiven Effekt. Sie beeinflussen die Aufnahme der Vitalstoffe im Körper positiv und können den Cholesterinspiegel senken. Kleinkinder jedoch sollten aufgrund der eventuell verbleibenden Bitterstoffe vorsichtshalber keinen Brei aus Quinoa bekommen. Ältere Kinder und Erwachsenen können dieses wertvolle Vitalkorn dagegen bedenkenlos genießen - egal ob als glutenfreies Mehl, als glutenfreies Korn in verschiedensten Speisen oder als glutenfreie Frühstücksflocken.

Quinoa im Handel

Quinoa ist als ganzes Korn, als Popkorn oder auch als glutenfreie Frühstücksflocken in einigen Bioshops erhältlich.

Beim Selbstmahlen von Quinoa empfiehlt es sich Getreidemühlen zu nutzen, mit denen man auch Mais und Ölsaaten mahlen kann, z.B. Mühlen von Komo. Kleinere Mengen können auch in einer Kaffeemühle gemahlen werden.

Hast du Lieblingsgerichte mit Quinoa? Oder noch Fragen? Dann schreib uns gerne einen Kommentar!


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