Was ist eigentlich „Kamut“?
von Jana

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Kamut ist eine ursprüngliche von züchterischen Eingriffen unberührte Getreideart und gilt... mehr
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Kamut ist eine ursprüngliche von züchterischen Eingriffen unberührte Getreideart und gilt deshalb auch als Urkorn. Der eigentliche Name des Getreides ist Khorasan Weizen. Der Begriff Kamut wurde für diese Weizenart dagegen von Bauern aus Montana (USA) als Markenname definiert und markenrechtlich eingetragen.

Khorasan Weizen gibt Brot und Brötchen einen milden, nussigen Geschmack und kann damit hervorragend als Alternative zu Dinkel oder Weizen eingesetzt werden. In der Verarbeitung ähnelt das Urkorn dem Roggen.

Kamut: schon von den alten Ägyptern geschätzt

Das Kamut-Getreide kann genetisch als Urweizen benannt werden und zeichnet sich durch seinen hohen Nährstoffgehalt aus. Bereits vor über 6.000 Jahren wurde Kamut als wertvolles Getreide von den Ägyptern geschätzt und zum Backen von Broten verwendet. Damit gehört Kamut zusammen mit Emmer und Einkorngetreide zu den ältesten kultivierten Getreidesorten. Ursprünglich kommt diese Kornart wahrscheinlich aus dem Iran.

Kamut, das Powergetreide mit hohem Nährstoffgehalt

Dabei ist der „Oldie“ ein absolutes Powergetreide. Kamut kann 20 bis 40 Prozent mehr Eiweiß und Mineralien vorweisen als die hochgezüchteten Kornsorten wie z.B. der heutzutage herkömmliche Weizen oder Roggen. Dabei ist es sehr gut verträglich - sogar für Menschen mit Weizenunverträglichkeit - und hat einen dezenten Geschmack. 

Darüber hinaus sind 30 bis 35 Prozent mehr Magnesium und Zink enthalten als in anderen Vollkornarten. Auch der Gehalt an anderen Mineralien sowie Spurenelementen (zum Beispiel Selen) sind deutlich höher.

Einen Nachteil hat das Urgetreide: Da Kamut beziehungsweise Khorasanweizen warmes und trockenes Klima benötigt, ist Deutschland als Anbaugebiet eher weniger geeignet. Besser eignen sich Nordamerika und Südeuropa, wo Kamut vorrangig angebaut wird. 

Dieser Urkornweizen eignet sich dabei ideal für den Bioanbau, weil er weniger anspruchsvoll und unempfindlich gegenüber Krankheiten und Schädlingsbefall ist und der Einsatz von Kunstdünger kaum eine Wirkung zeigt. Die Erträge sind dafür wiederum wesentlich geringer als solche von gezüchteten Weizensorten. 

Vorsicht: Kamut enthält Gluten

Auch wenn Kamut wesentlich weniger Gluten enthält, als die heutzutage üblichen Weizenmehlsorten, ist diese Getreideart dennoch für Menschen mit Zöliakie und starker Glutenunverträglichkeit nicht geeignet.

Hast du schon einmal mit Kamut gebacken? Dann verrat uns doch deine Erfahrungen in den Kommentaren!


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