Was ist eigentlich „Hirse“?
von Susanne

Hirse ist ein kleinfruchtiges Spelzgetreide aus der Familie der Süßgräser. Der Name stammt aus... mehr
"Was ist eigentlich „Hirse“?"

Hirse ist ein kleinfruchtiges Spelzgetreide aus der Familie der Süßgräser. Der Name stammt aus dem altgermanischen und bedeutet so etwas wie „Sättigung“ oder „Nahrhaftigkeit“. 

Hirse zählt zu den Grundnahrungsmitteln in Asien und Afrika und gehört bei uns zu den ältesten und wichtigsten glutenfreien Getreidealternativen. Dabei unterscheidet man verschiedene Hirsearten wie zum Beispiel Kolbenhirse und Rispenhirse, die in gelben, roten, schwarzen und braunen Farbschattierungen vorkommen.

Hirse: in Deutschland wiederentdeckt

In Deutschland wird meistens Rispenhirse geschält angeboten. Erst seit wenigen Jahren bauen einige Bauern hierzulande wieder Hirse an nachdem sie über 100 Jahre lang von den Feldern verschwunden war. 

Das glutenfreie Hirsemehl schmeckt eher fein und nussig. Der Anteil an Kieselsäure und Silizium ist sehr hoch, was das Aussehen von Fingernägeln und Haaren positiv beeinflusst. 

Allerdings ist das Eiweiß der Hirse biologisch nicht besonders hochwertig. Ernähren sich Menschen über einen längeren Zeitraum einseitig von Hirse, sind Nährstoff- und Eiweißmangel die Folge, wie sie in einigen Entwicklungsländern mit hohem Hirsekonsum vorkommen. Dem lässt sich allerdings durch den gemeinsamen Verzehr von Hirse mit Mich- oder Eiprodukten vorbeugen. 

Außerdem enthält Hirse viel Phytin, einem Stoff, der die Aufnahme von Mineralien verhindern kann. Wird die Hirse  jedoch vor der Verarbeitung in reichlich Wasser eingeweicht, lässt sich ein großer Teil dieses Stoffen ausschwämmen und damit die Mineralstoffaufnahme wieder verbessern.

Backen und Kochen mit Hirse - so gelingts!

Hirse darf nicht roh verzehrt werden, da die enthaltenen eiweißschädigenden Enzyme zunächst durch Kochen oder Rösten zerstört werden müssen. Beim Backvorgang nimmt Hirsemehl Flüssigkeit auf und fördert das Aufgehen des Teiges, so werden Backwaren leicht und locker. 

Es verbindet sich jedoch nur wenig mit anderen Zutaten. Dadurch werden die Backwaren leicht krümelig und sehr trocken. Hirsemehl ist besonders gut für das Backen von Mürbeteig geeignet. 

Bei Hefeteigarten oder Teigen mit vielen Eiern sollte der Anteil an Hirsemehl nicht über 20 Prozent liegen.

Wusstest du schon, dass selbst Couscous sowohl aus Hartweizen und Gerste als auch aus Hirse hergestellt werden kann? Probiere dieses nordafrikanische Gericht doch einfach mal mit Hirse aus.

Hast du schon einmal mit Hirse gekocht oder gebacken? Dann hinterlass uns doch einen Kommentar - gerne auch mit deinem Lieblingsrezept!


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