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Jeder hat sein Päckchen zu tragen und sollte das Beste daraus machen - Interview mit Laura Meyer
von Jana

Bloggerin_Laura_Meyer-Ich_bin_intollerantJeder hat sein Päckchen zu tragen und sollte das Beste daraus machen - Interview mit Laura Meyer |

Navileo – Blogger-Interview zum Thema Unverträglichkeiten mit Laura Meyer von Ich bin... mehr
Infos zu "Jeder hat sein Päckchen zu tragen und sollte das Beste daraus machen - Interview mit Laura Meyer"

Navileo – Blogger-Interview zum Thema Unverträglichkeiten mit Laura Meyer von Ich bin intolerant 

Laura ist intolerant und bloggt darüber. Allerdings beschränkt sich ihre Intoleranz lediglich auf Lebensmittel. Auf ihrem Blog Ich bin intolerant geht es vor allem um Essen unter erschwerten Bedingungen, aber auch um Serien, Games, Bücher und alles was sie sonst noch so beschäftigt. Als bei Laura 2010 ihre erste Lebensmittelunverträglichkeit (Laktoseintoleranz) diagnostiziert wurde, fand sie im Internet nur wenig Infos und Gleichgesinnte. Daraufhin gründete sie einfach ihren eigenen Blog und versorgt ihre Leser seitdem mit hilfreichen Tipps, leckeren Rezepten und ihren ganz persönlichen Erfahrungen im Umgang mit ihren Unverträglichkeiten. Heute teilt sie ein paar dieser Erfahrungen mit uns im Interview.

1. Laura, Was macht deinen Blog besonders? Erzähle uns in zwei/drei Sätzen worum es bei deinem Blog geht und was dir wichtig ist.

Auf meinem Blog dreht es sich oft um meine Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien. Ich wusele gern in der Küche herum und veröffentliche meine glutenfreien Rezepte auf meiner Seite. Aber auch andere Themen, die mich beschäftigen und interessieren haben auf meinem Blog ihren Platz.

Was „ich bin intolerant“ besonders macht? Ich finde, dass jeder Blog etwas Besonderes ist, wenn der Blogger dahinter zu erkennen ist: seine Persönlichkeit, Leidenschaft, seine Schwächen. Die eigene Stimme eben.

2. Gib uns einen kleinen Einblick in die Geschichte deiner Unverträglichkeiten. Wie wurde sie entdeckt, wie ging es dir damit? Wie hast du die Anfangszeit empfunden?

Meine Geschichte mit den Unverträglichkeiten begann 2010. Ich habe immer häufiger gemerkt, dass es mir insbesondere dann nicht gut ging, wenn ich Milchprodukte gegessen hatte. Mein damaliger Hausarzt schickte mich zu einem Laktoseintoleranztest und kurze Zeit später hatten wir die Bestätigung: Ich bin laktoseintolerant.

Ich war natürlich zunächst einmal erleichtert, dass die Diagnose so schnell und einfach war. Ich stellte meine Ernährung um, versuchte Milchprodukte zu meiden und ersetzte sie durch laktosefreie Alternativen wo es ging. Meine Beschwerden besserten sich zunächst für kurze Zeit, nur um nach wenigen Wochen wieder zurückzukommen.

Mein damaliger Hausarzt wusste nicht so recht weiter, überwies mich hierhin und dorthin – ich habe einen wahren Ärzte-Marathon absolviert. Kein Facharzt war richtig überzeugt davon, dass ich „etwas habe“ und letztlich wollte man meine nicht verschwindenden Beschwerden auf meine Psyche schieben.

Ein Wechsel des Hausarztes brachte die glückliche Wendung: Die neue Ärztin war weitergebildet im ernährungswissenschaftlichen Bereich und stellte weitere Allergien fest, die dafür gesorgt hatten, dass mein Körper nicht zur Ruhe kam.

Erst als ich nach dieser Diagnose meine Ernährung angepasst habe, stellte sich endlich die gewünschte Verbesserung ein. Neben Laktose meide ich vor allem auch Gluten, da ich im Allergietest darauf reagiert habe. Wichtig zu sagen ist mir an dieser Stelle, dass ich kein Zöliakie-Patient bin, was durch einen Gastroenterologen abgeklärt wurde. Dennoch meide ich Gluten, weil ich allergisch darauf reagiere.

Man kann sich vorstellen, dass es mir während der Zeit zwischen den Diagnosen nicht besonders gut ging. Ich habe mich von den meisten Ärzten nicht ernst genommen gefühlt – kein besonders schönes Gefühl.

Der Start in die Ernährungsumstellung war ein bisschen kniffelig, weil es viel Neues zu beachten und zu lernen galt, aber das empfand ich nie als Problem. Sobald man weiß worauf man sich einstellen muss, muss man die Sache nur anpacken – der Rest findet sich in der Regel von allein.

Das ist nun doch ein ganz schön langer Absatz geworden. Meine ganze Geschichte habe ich in meinem Buch „ich bin intolerant“ übrigens auch aufgeschrieben.

3. Wieso hast du angefangen (über das Thema Unverträglichkeiten) zu bloggen? Gab es einen Auslöser?

Angefangen zu bloggen habe ich, weil ich in meiner Anfangszeit froh gewesen wäre, hätte ich eine Anlaufstelle im Internet gehabt.

Es gab zwar ein paar handverlesene Blogs und Foren, aber das lässt sich mit dem jetztigen Angebot im Internet gar nicht mehr vergleichen. Heute findet man unzählige Foodblogs und Informationsportale, wo man sich austauschen und informieren kann. Das gab es 2010 alles noch nicht, das Netzwerk der Foodblogger, die sich mit Allergien und Unverträglichkeiten beschäftigen, fing damals gerade erst an zu wachsen.

Privat hatte ich auch vor „ich bin intolerant“ schon gebloggt, aber mit diesem speziellen Projekt wollte ich anderen Betroffenen helfen. Ich möchte meine Erfahrungen mit meinen Lesern teilen, weil ich weiß, wie verloren und verlassen man sich am Anfang in manchen Momenten fühlen kann.

Ich, und auch die vielen anderen Foodblogger, sind der Beweis dafür, dass man mit seiner Ernährungs-Challenge nicht alleine ist.

4. Wie hat sich dein Leben mit den Unverträglichkeiten verändert? 

Positiv:

Ich achte seit der Diagnose meiner Unverträglichkeiten viel mehr auf meine Ernährung als vorher. Das empfinde ich als etwas Positives, auch wenn ich es niemandem ohne Unverträglichkeiten vorwerfen würde, dass derjenige sich nicht mit Zutatenlisten auseinandersetzt. Ganz ehrlich? Das habe ich vorher auch nicht gemacht! Ich kann verstehen, dass man sich nicht so sehr ins Detail verbeißt, wenn man nicht muss.

Mir haben die Unverträglichkeiten einen neuen Denkansatz gegeben. Ich lese Zutatenlisten, hinterfrage öfter als vorher was dieser oder jener Zusatz in Lebensmitteln zu suchen hat. Nicht immer findet man zufriedenstellende Antworten, aber das kritischere Betrachten unserer Lebensmittel finde ich spannend.

Ein weiteres Plus ist, dass sich meine Koch- und Backkünste durch meine Unverträglichkeiten noch weiter verbessert haben.

Ich habe auch vor meiner Ernährungsumstellung gekocht und gebacken, aber es ist nochmal etwas ganz anderes, wenn man Rezepte umbauen muss, um sie allergietauglich zu machen.

Positiv finde ich auch, dass sich meine Unverträglichkeiten auch auf mein Umfeld ausgewirkt haben. Wir kochen im Freundeskreis seitdem viel öfter zusammen, statt einfach nur Essen zu bestellen.

Negativ:

Ich habe einen Moment überlegt, ob mich meine Ernährung mein Leben negativ beeinflusst. Ich würde sagen, dass sich manches mit Unverträglichkeiten sicher schwieriger gestaltet, aber einen wirklich negativen Einfluss hat das auf mein Leben bisher nicht gehabt.

Ein heikles Thema ist das auswärts essen. Ein Restaurantbesuch kann mit Unverträglichkeiten schnell zum Fiasko werden, weil man insbesondere mit glutenfreiem Essen in Deutschland noch nicht so bewandert ist wie beispielsweise die Engländer oder die Iren. Aber hat das einen wirklich negativen Einfluss auf mein Leben? Ja, manchmal ist es nervig, dass ich mich vor einem Restaurantbesuch genau informieren muss und nicht spontan einfach irgendwo etwas essen kann. Aber ein Weltuntergang sieht tatsächlich anders aus – und außerdem tut sich gerade im glutenfreien Bereich momentan einiges, so dass vielleicht auch bald in Deutschland der Restaurantbesuch für Intolerante einfacher wird.

5. Was hast du durch die Unverträglichkeit gelernt?

Dass man das Leben nehmen muss wie es kommt. Man wird nicht gefragt, ob man dieses oder jenes Päckchen tragen will – man bekommt es einfach. Man kann und sollte immer das Beste daraus machen.

6. Was war die schönste Situation, die du in Zusammenhang mit deinem Blog bisher erlebt hast? Und hast du jemals mit Kritik kämpfen müssen?

Ich kann gar nicht genau sagen, was die schönste Situation im Zusammenhang mit meinem Blog war. Es gibt viele schöne Erfahrungen und viele tolle Menschen, die ich ohne meinen Blog nie kennengelernt hätte.

Schöne Momente sind zum Beispiel jene, wenn mir wildfremde Menschen E-Mails schreiben, nur um mir zu sagen, dass ihnen mein Blog gefällt und es weitergeholfen hat auf meiner Seite zu stöbern.

Das Gegenteil gibt es natürlich auch. Vor allem im Internet ist eine anonyme Nachricht schnell abgeschickt. Klar habe ich auch schon mal kritische Mails bekommen. Als Blogger gehört das vermutlich zum Tagesgeschäft dazu. Wenn die Kritik konstruktiv ist, begrüße ich neue Denkanstöße. Destruktives Getrolle landet allerdings direkt im Papierkorb.

7. Stell dir vor du begegnest deinem jüngeren Ich auf der Straße. Welchen Ratschlag würdest du dir selbst geben, welchen Tipp hättest du gerne früher gehabt?

Spätestens seit Doctor WHO wissen wir, dass es nicht gut wäre sich selbst in der Vergangenheit zu treffen! Aber da die TARDIS gerade nicht in der Nähe ist:

Ernährungsbezogen? Auch wenn mein heutiges Leben nicht wirklich von Verzicht geprägt ist, würde ich meinem jüngeren Ich sagen: Genieße es mehr, dass du alles essen kannst, ohne darüber nachzudenken!

Ganz allgemein würde ich meinem jüngeren Ich sagen: Mach dir nicht so viele Sorgen, es findet sich alles von ganz allein. Es ist okay speziell zu sein und viele Dinge anders zu sehen als andere. Only dead fish go with the flow.

Wir danken dir, liebe Laura, für das nette Inteview und wünschen dir weiterhin viel Erfolg für deinen Blog und deine Bücher! Und wenn euch das Interview gefallen hat, schaut gleich mal auf Lauras Blog vorbei!


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