cerascreen Basic Test auf Nahrungsmittelunvertrglichkeit

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Diagnose von Lebensmittelallergien - meist ein Marathon und kein Sprint
von Jana

Diagnose von Lebensmittelallergien - meist ein Marathon und kein SprintDiagnose von Lebensmittelallergien - meist ein Marathon und kein Sprint |

Jeder Betroffene wird dies wohl unterschreiben können: Die Diagnose von Lebensmittelallergien... mehr
"Diagnose von Lebensmittelallergien - meist ein Marathon und kein Sprint"

Jeder Betroffene wird dies wohl unterschreiben können: Die Diagnose von Lebensmittelallergien oder gar -unverträglichkeiten ist langwierig und gleicht eher einem Marathon als einem Sprint. Denn die bei jeder Diagnose zunächst durchgeführten Allergietests via Haut- oder Blutuntersuchung reichen häufig nicht aus um eine sichere Diagnose zu stellen.

Schritt 1: Anamnese

Vor jeder Untersuchung führt der Fachmann erst einmal ein gründliches Anamnese-Gespräch durch. Gerade bei der Diagnose von Lebensmittelallergien ist dies sehr wichtig, da hier bereits erste Hinweise einer Allergie auftauchen können. Gegebenenfalls im Vorfeld oder im Anschluss kann der Patient ein sogenanntes Ernährungs-Symptom-Tagebuch führen. Hierbei werden über einen bestimmten Zeitraum die Ernährung sowie die parallel auftretenden Symptome erfasst und vom Experten - also dem Arzt oder einer Ernährungsfachkraft - ausgewertet.

Schritt 2: Hauttest & Blutuntersuchung

Aufbauend schließen sich nach der Anamnese gezielt Haut- und Bluttestungen an. Bei einem Hauttest werden auf der gesunden Haut am Unterarm oder Rücken in Abständen Allergenextrakte aufgetragen. An den Auftragsstellen wird ein kleiner Hautdefekt erzeugt, so dass das Allergen in die Haut eindringen kann. Nach 15 bis 20 Minuten kommt es gegebenenfalls zu einer Reaktion in Form von Rötungen und Schwellungen (Quaddelbildung), die einen Hinweis auf eine möglicherweise vorliegende Allergie liefern kann. Leider ist dieser einfache und schnelle Test bei Nahrungsmittelallergien nur sehr unzuverlässig. 

Bei der Blutuntersuchung wird eine geringe Menge Blut am Finger, am Ohrläppchen oder an der Armvene entnommen und im Labor untersucht. Hier werden die sogenannten IgE-Antikörper gemessen, die einen Hinweis darauf geben können, ob eine bestimmte Allergie vorliegt oder nicht.  

Wichtig: Auch bei positivem Allergietest muss das entsprechende Lebensmittel nicht zwangsläufig gemieden werden. Selbst wenn Antikörper im Blut vorliegen, heißt das nicht, dass sie auch eine allergische Reaktion auslösen. Sowohl Haut- wie auch Bluttests können nur einen Hinweis auf die Ursache der vorliegenden Symptome geben. Und zur Diagnose von Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Pseudoallergien) sind sie darüber hinaus völlig ungeeignet.

Schritt 3: Diät und Provokationstest

Nach diesen ersten beiden Schritten steht eine sogenannte diagnostische Diät an. Dabei wird speziell nach den Ergebnissen des Tests individuell eine spezielle Ernährungsform zusammengestellt. Bei einem Verdacht auf bestimmte Allergien werden im Rahmen einer Eliminationsdiät beispielsweise für einen bestimmten Zeitraum die verdächtigen Lebensmittel strikt aus dem Ernährungsplan des Patienten gestrichen. Da diese Diäten die Ernährung des Betroffenen meist sehr stark einschränken sollten sie nicht länger als zwei bis vier Wochen durchgeführt und dabei von einem Ernährungsexperten begleitet werden. Dieser kann auch Hilfestellung für Rezepte, Tipps und Einkaufsempfehlungen geben.

Tritt nach dieser diagnostischen Diät innerhalb von maximal vier Wochen keine Besserung auf, ist das entsprechende Allergen als Auslöser für die Beschwerden unwahrscheinlich. Eine weitere Diät ist damit nicht notwendig und der Betroffene kann weiterhin „ganz normal“ essen.

Verbessern sich innerhalb des Zeitraums die Beschwerden, entscheidet der Arzt, ob noch eine zusätzliche Provokationstestung notwendig ist. Hierbei wird das entsprechende Lebensmittel verabreicht und die allergische Reaktion beobachtet. Das kann offen oder doppel-blind geschehen, das heißt, dass sowohl Arzt als auch Patient nicht wissen, welche Probe das Allergen enthält und welche nicht. Diese Tests werden ambulant oder stationär unter ärztlicher Kontrolle durchgeführt. Erst nach der bestätigten Provokation kann sicher von einer Allergie ausgegangen werden und die Diagnose ist damit beendet.

Noch Fragen zum Thema Diagnose von Allergien und Unverträglichkeiten? Dann stellt sie gerne in den Kommentaren. Speziellere Fragen beantwortet auch der Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V., deren Mitgliedern ein geschultes Wissenschaftsteam zur Verfügung steht.


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